vier Kinder mit Helmen im Baum kletternd von unten Fotografiert

Erlebnispädagogik

 

Bei den körper- und bewegungsorientieren Angeboten am ZERUM liegen die Schwerpunkte auf einer Verbindung der Erfahrungsdimensionen "Herz, Hand und Verstand". Dabei geht es vor allem um eine Ganzheitlichkeit, die sowohl einen Bezug zum eigenen Körper als auch zum Erlebten und Erlernten herstellen möchte. Die praktische Erfahrung der Umwelt durch "Learning by doing" ist ein zentraler Aspekt dieser pädagogischen Richtung.

Anwendung findet dieser Ansatz in unseren » Programmangeboten und unseren » Projekten.

 

Zur Erläuterung unserer Ziele sollen zwie Aktionsfelder am ZERUM näher beleuchtet werden:

Segelpädagogik

 

Ein spezielles Segment der Erlebnispädagogik füllt das ZERUM mit der Segelpädagogik aus. Unsere maritime Segelausstattung umfasst neben zwei Großsegelschiffen auch einen Segelkutter, zwei Jollen und zwei Optis, auf denen erlebnis- und abenteuerorientierte Programme durchgeführt werden.

Der Anspruch der Segelpädagogik liegt nicht darin sportliche Höchstleistungen zu vollbringen, neue Rekorde aufzustellen oder seemännische Traditionen ungefragt zu übernehmen. Hier ist das Segelschiff vielmehr „nur“ Medium, also Mittel zum Zweck, um bestimmte Ziele zu erreichen. Im Medium "Segelschiff" vereinen sich z.B. viele Einflussfaktoren, die sich positiv auf die Umsetzung erlebnispädagogischer Intentionen auswirken.

Das Agieren in naturnaher Umgebung auf einem Schiff ermöglicht ein besonders intensives Erleben unbekannter Aufgaben sowie der unmittelbaren Teilhabe und bietet Raum für Autonomie und Aktion. Gemeinsam in einem attraktiven Lernumfeld in einer Interessengemeinschaft zu leben und durch die Veränderung der eigenen Perspektive neue Erlebnis- und Kontrasterfahrungen machen zu können, kongruiert in idealer Weise mit wichtigen Zielen unserer körper- und bewegungsorientierten Arbeit.

» Informationen zu den Schiffen

 

 

Kooperationsaktionen im Seilgarten

 

Ropes-Courses (künstliche Seilgärten) werden in verstärktem Maße in erlebnispädagogischen Projekten eingesetzt. Dieser pädagogische Ansatz wurde ursprünglich in den USA entwickelt. Durch Ropes-Courses sind erfahrungsnahe Lernformen nicht mehr nur an extreme, sehr naturnahe Standorte gebunden, sie können vielmehr direkt vor der Haustür durchgeführt werden.

Durch anspruchsvolle Partnerübungen oder Einzelaktionen in luftiger Höhe, aber auch auf Niedrigelementen werden die Persönlichkeitsentwicklung gefördert und soziale Kompetenzen geschult.

 

Unser Kletterturm bietet zusätzliche Herausforderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Wer es nach oben geschafft hat, kann von dort aus den weit reichenden Ausblick auf’s Haff genießen.

Die Gruppe ist während der unterschiedlichen Aktionen im Seilgarten für die Sicherheit der Akteure selbst verantwortlich und sichert diese über Kletterseile. Betreut wird sie dabei von erfahrenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die die verschiedenen Aktivitäten im Anschluss mit der Gruppe gemeinsam auswerten und reflektieren. Teilbereiche des Seilgartens können auch von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt werden.

» zu den Programmangeboten